Sigrid Kopfermann

Horst Lerche, Teilung, 2011, Mischtechnik auf Holz, 30 x 29 x 4 cm

Horst Lerche, Randbedingung, 2011, Mischtechnik auf Holz, 30 x 29 x 4 cm

Horst Lerche, Gebrochene Symmetrie, 2009, schwarz und weiß Öl auf Holz, 60 x 50 cm

Über Horst Lerche

Horst Lerche schafft „Bildräume“ die aus der reinen Farbe erwachsen. Der Betrachter nimmt zunächst die kontrastreichen, spannungsgeladenen Farbflächen wahr, die sich erst nach näherer Betrachtung als teilweise gegenständliche Bildwelt erschließt. Neben der Malerei sind angewandte, überwiegend architekturbezogene Arbeiten ein
wichtiger Teil seines Werkes, welches in zahlreichen Ausstellungen bedeutender Institute präsentiert, mehrfach mit Preisen gewürdigt.

Biographie

1938
in Hamburg geboren.
1943
nach einem Bombenangriff zog die Familie in die Lüneburger Heide. In Lüneburg
endete mit der Mittleren Reife die Schulzeit, die bereits von einer intensiven
bildnerischen Praxis begleitet wurde.
1956
Bewerbung an der Kunstakademie Düsseldorf
1957
Beginn des Studiums bei Otto Pankok an der Kunstakademie Düsseldorf
Nach dessen Pensionierung setzte er das Studium bei Joseph Fassbender und
Ferdinand Macketanz fort.
Zu seinen Studienfreunden zählten Helmut Sundhaußen und Blinky Palermo.
In den frühen sechziger Jahren gehörte er zum Kreis der Künstler, die in der
Einbrunger Mühle Quartier bezogen, darunter Hannes Esser, Günther Uecker, Bernd
und Hilla Becher.
Nachdem Horst Lerche 1967 den Villa-Romana-Preis erhalten hatte, lebte er mit
seiner Frau, der Textilkünstlerin und Pädagogin Heidi Lerche-Renn, ein Jahr lang in
Florenz, wo seine Tochter Lina geboren wurde. Er entschied sich früh, ein freier
Künstler zu sein.
In den 1990er-Jahren nahm er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf
wahr.

Ab 1975 lebten und arbeiteten Horst Lerche und seine Frau auf ihrem Anwesen, dem
von Künstlern und Intellektuellen als Treffpunkt geschätzten Hamscherhof in Jüchen.
Eine langjährige Freundschaft verband Horst Lerche u. a. mit der Düsseldorfer
Malerin Sigrid Kopfermann und dem Grafiker Helfried Hagenberg.
Von Beginn der 1980er-Jahre bis 2012 hinterließen die langen und regelmäßigen
Aufenthalte in Griechenland deutliche Spuren im Werk des Künstlers.
2017
Horst Lerche stirbt nach langer Krankheit in Jüchen.

Ausstellungen (Auswahl)

2016: Kopfermann-Fuhrmann-Stiftung, Düsseldorf. Bild-Räume
2006: Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen. Zeit und Werk
2004: Städtische Galerie Villa Zanders, Bergisch Gladbach. Werke 1960-2002
2003: Galerie Franz Swetec, Düsseldorf. Tafelbilder, Aquarelle, Gouachen
1999: Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau. Der blaue Turm
1998: Städtische Galerie Lüdenscheid. Neue Arbeiten
1997: Haus der Baugewerkschaft, Frankfurt am Main. Gebaute Bilder
1995: Galerie Franz Swetec, Darmstadt. Tafelbilder, Collagen, Gouachen
1994: Haus Hartmann, Grevenbroich. Arbeiten auf Papier. Raumkonzepte.
          Modelle
1994: Kunstverein Springerhof, Neuenkirchen. Landschaftsräume: Aquarelle.
          Gouachen. Tafelbilder
1993: Jordan Galerie, Wilnsdorf. Landschaft und Raum. Malerei
1992: Krefelder Kunstverein, Krefeld. Farbraum und Landschaftsraum
1991: Museum Folkwang, Essen. Der Blaue Turm von Heidelberg, Malerei
          und Konzepte zum Raum und zur Skulptur
1989: Galerie Niepel, Düsseldorf. Tafelbilder
1989: Galerie Nowald, Berlin. Zeichen und Raum
1989: Museum Haus Koekkoek, Kleve. Landschaftsraum, Tafelbilder, Arbeiten
          auf Papier
1989: St. Petri Kirche, Lübeck. Ikonostase
1988: Galerie Kremer-Tengelmann, Köln. Landschaften 1960 und 1962,
          Tafelbilder seit 1982
1987: Kunstverein Springhornhof Neuenkirchen bei Soltau,
          Sommerausstellung ‚Fachwerk‘. Das blaue Haus
1986: Galerie Carla Stützer, Köln. Farbraum, Tafelbilder
1985: Städtische Galerie Paderborn. Arbeiten seit 1979
1985: Kunstmuseum Gelsenkirchen. Arbeiten seit 1979
1985: Mindener Museum. Arbeiten seit 1979
1985: Forum Kunst Rottweil. Tafelbilder und Farbräume
1985: Gerald Just, Hannover. Bildräume
1985: Museum Schloss Hardenberg, Velbert-Neviges. Neue Arbeiten
1984: Galerie Wintersberger, Köln. Malerei, Skulptur
1984: Städtische Galerie Lüdenscheid. Arbeiten seit 1979
1984: Städtisches Museum Mülheim an der Ruhr. Arbeiten seit 1979
1984: Galerie Schröder, Mönchengladbach. Malerei und Zeichnung
1984: Kunstkabinett in der Bleichstraße, Mülheim an der Ruhr. Zeichnungen
          und Malerei auf Karton
1983: Westfälisches Landesmuseum, Münster. Zeichnung und Malerei auf
           Karton
1983: Galerie Grossmann Kasper, Bochum. Zeichnung und Malerei auf Karton
1982: Galerie Wintersberger, Köln. Tafelbilder und Zeichnungen
1981: Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen. Raumbilder Tafelbilder,
          Zeichnungen
1979: Galerie Wintersberger, Köln. Raumgerüste
1978: Museum Bochum – Kunstsammlung. Wandobjekte, Farbräume,
          Raumflächen
1976: Giancarlo Bocchi Galerie, Mailand. Progetto per uno Spazio
1983: Galerie Peccolo, Köln. Der definierte Farbraum

1975: Kunstmuseum Gelsenkirchen. Holz und Stoffraum mit blauer Farbzone
1974: Galerie december, Münster, Wandobjekte
1974: Galerie Mueller-Roth, Stuttgart. Wandobjekte, Schwarzer Holz- und
          Stoffraum mit blauer Farbzone
1973: Museum Folkwang, Essen. Licht und Schattenraum
1973: Ruhrkohle AG, Essen. Vom Bild zum Raum
1972: Badischer Kunstverein, Karlsruhe. Bilder, Holz- und Stoffobjekte
1972: Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld. Blauer Holz- und Stoffraum
1972: Galerie Falazik, Neuenkirchen. Holz- und Stoffarbeiten
1971: Märkisches Museum, Witten. Bilder und Objekte * 1961–* 1971
1971: Bonner Kunstverein, Bonn. Hölzer und Stoffe
1971: Neue Galerie Sammlung Ludwig, Aachen, Farbflächen vor der Wand
         

Auszeichnungen
1997: Kunstpreis der Künstler, Düsseldorf
1989: Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Berlin
1978: Kunstpreis der Stadt Krefeld
1975/1976: Arbeitsstipendium Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V., Bonn
1967: Villa-Romana-Preis, Florenz