Antoni Tàpies

Antoni Tàpies, H U M, 23.Nov. 1988, Carborumdumradierung, farbige Aquatinta Radierung, 200 x 198 cm, 25 überarbeitete Exemplare (i.3 H.C.)

Antoni Tàpies, TOTEM, 1987/1988, Carborundumradierung, 200 x 100 cm, Auflage 45

Antoni Tàpies, aus der Mappe „Erinnerungen“, 1989, Original Lithographie auf Rives Bütten, 45,5 x 56,5 cm, Auflage 18/150

Antoni Tàpies, Cal-ligrafia vertical, 1988, Aquatinta und Carborundumradierung, 139,5 x 93,5 cm, Auflage 12/35

Antoni Tàpies, Teatre, 1986, Farbradierung, 65 x 85 cm, 5/50 aus: El rei de la màgia (Der König der Magie)

Über Antoni Tapies

Antoni Tàpies war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Er galt als der bedeutendste Künstler  des Informel seines Landes.

Die frühe Aufnahme von Tàpies’ Werk gerade in Deutschland ist dem Einsatz von Alfed Schmela, der 1957 die erste Einzelausstellung in Düsseldorf zeigte, und fünf Jahre später dem von Wernder Schmalenbach zu danken. Die Begeisterung für diese Kunst mit ihren schroffen, erdigen und rauen Oberflächen, bei der das Material zum Ausdrucksträger wurde, ist bis heute ungebrochen. Sie sprengt alle tradierten Werte und „sensibilisiert unsere Augen für eine Ästhetik des Zerfalls“.  (FAZ vom 9. Februar 2012)

Biographie

1923 geboren in Barcelona


1943-45 Studium der Jurisprudenz


1946 Aufgabe seines Rechtstudiums, um sich der Malerei zu
widmen. Autodidakt


1948 Mitbegründer der bis 1951 bestehenden Gruppe „Dau al
Set“ und der gleichnamigen Zeitschrift


1950/51 Stipendium des französischen Staates. Aufenthalt in
Paris. Anschließend Reise nach Belgien und Holland


1953 Erste Reise nach New York. Preis der Biennale Sao
Paulo, Brasilien


1955 Beginnt regelmäßig in Paris auszustellen. Erscheinen
des Buches von Michel Tapié „Antoni Tàpies et l’oeuvre
complète“. Preis der Republik Columbien an der
III.Bienal Hispanoamericana, Barcelona


1957 Preis Lissone, Italien


1958 Sonderausstellung an der XXIX. Biennale Venedig.
Preis der Unesco und der David Bright FoundationPreis
des Carnegie Institute, Pittsburgh


1959 erste Ausstellung in der Galerie van de Loo, München,
zusammen mit Antonio Saura


1960 Preis der Biennale Internationale de la Gravure, Tokio


1963 Anerkennungspreis Guggenheim, New York


1964 Tàpies ist ein eigener Raum auf der documenta III
gewidmet.


1965 Einzelausstellung in der Galerie van de Loo, München
Institute of Contemporary Arts, London


1966 Großer Preis des Presidenten der französichen Republik,
VI Biennale, Menton, Frankreich


1967 Großer Preis der Grafik, Biennale Ljublijana,
JugoslawienKunstmuseum St.Gallen


1968 Retrospektive im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien


1972 Rubens-Preis der Stadt Siegen


1973 Retrospektiven im Musée d’Art Moderne de la Ville de
Paris Musée Rath, Genf


1974 Preis des British Art Council und Stefan Lochner
Medaille der Stadt Köln


1978 Er veröffentlich das 1970 nach seiner Verhaftung
begonnene, autobiografische Werk „Memòria personal“,
für das ihm ein Jahr später der Premio Pablo Antonio
Olavide de literatura testimonial verliehen wird.


1979 Seine „Memòria personal“ erhält den Preis der Stadt
Barcelona.


Ehrenmitglied der Akademie der Künste Berlin
1980 Retrospektiven im Museo Espanol de Arte
Contemporáneo, Madrid und im Stedelijk Museum,
Amsterdam

1981 Erste keramische Werke
Ehrendoktorwürde, Royal College of Art, London
Goldmedaille für Kunst von König Juan Carlos, Madrid


1982 Tàpies erhält zusammen mit Chagall den Preis der
Stiftung Wolf, Jerusalem.


1983 In Barcelona wird sein Monument für Picasso enthüllt

1984 Friedenspreis der spanischen Gesellschaft für die
Vereinten Nationen Gründung der Fundació Antoni Tàpies in Barcelona


1985 Nationalpreis für Malerei, Frankreich. Mitglied der
Königlichen Akademie der schönen Künste Stockholm


1988 Ehrendoktorwürde der Universität Barcelona


1993 Er erhält den Goldenen Löwen für seine Arbeit im
spanischen Pavillon auf der XLV Biennale, Venedig


1995 Nationalpreis der Bildenden Künste, Generalitat de
Catalunya


1995-2012 zahlreiche Einzelausstellungen und Retrospektiven in
nationalen und internationalen Museen und Galerien


2003 Tàpies erhält den Premio Velázquez de las Artes
Plásticas des Spanischen Kulturministeriums


2004 Er erhält den Lissone Preis für sein Lebenswerk

2012 stirbt Antoni Tàpies in Barcelona

Ausstellungen (Auswahl)

1948: Salón de Octubre, Barcelona
1952: 26. Biennale von Venedig,
Venedig; Carnegie Institute exhibition,
Pittsburgh, USA
1953: Martha Jackson Gallery, New
York; Biennalevon São Paulo, São
Paulo
1954: 27. Biennale von Venedig,
Venedig
1956: Galerie Stadler, Paris,
Frankreich; Whitworth Art Gallery,
Manchester, England
1957: Galerie Schmela, Düsseldorf
1959: documenta II in Kassel
1959: Kölnischer Kunstverein, Köln
1960: Museum of Modern Art, New
York
1961: Stedelijk Van Abbe Museum,
Eindhoven
1962: Kestner-Gesellschaft, Hannover
1964: documenta III in Kassel
1965: Institute of Contemporary Arts,
London
1967: Kunstverein Hamburg, Hamburg
1967: Kunstmuseum St. Gallen, Sankt-
Gallen, Schweiz
1968: 4. documenta in Kassel
1968: Museum des 20. Jahrhunderts,
Wien
1973: Musée d’art moderne de la Ville de Paris, Paris
1973: Musée Rath, Genf
1976: Fondation Maeght, Saint-Paul-
de-Vence
1977: documenta 6 in Kassel
1977: Museum of Contemporary Art,
Chicago
1980: Museo Español de Arte
Contemporáneo, Madrid
1983: Fundació Joan Miró, Barcelona
1986: Künstlerhaus Wien, Wien
1989: Kunstsammlung Nordrhein-
Westfalen, Düsseldorf
1991: Micovna Pavilion, Prag,
Tschechien
1993: Biennale di Venezia, Venedig
1995/96: Villa Wessel in Iserlohn[15]
1996: Niigata City Art Museum,
Niigata
1997: Centro per l’Arte
Contemporanea Luigi Pecci, Prato;
Kestnergesellschaft, Hannover
2000: Museo Nacional Centro de Arte
Reina Sofía, Madrid
2005: Essl Museum, Klosterneuburg /
Wien – Tàpies – Rainer Porteurs de
Secret
2011/2012: Retrospektive Bild,
Körper, Pathos, Museum für
Gegenwartskunst, Siegen. Wanderausstellung:
Kunstmuseum Reykjavík (Listasafn
Reykjavíkur), Musée d’art moderne de Céret,
Céret