EDUARDO CHILLIDA Batz Radierung 1984 EDUARDO CHILLIDA, Batz (Versammlung), Radierung, 1984, 53 x 75 cm, Auflage 48 / 50
EDUARDO CHILLIDA Ikur Radierung 1988 EDUARDO CHILLIDA, Ikur (Zeichen), Radierung, 1988, 64 x 49 cm, Auflage 20 / 50
EDUARDO CHILLIDA Homenaje Balenciaga Radierung 1988 EDUARDO CHILLIDA, Homenaje Balenciaga, Radierung, 1988, 64 x 49 cm, Auflage 6 / 50
EDUARDO CHILLIDA Einkatu II Radierung 1990 EDUARDO CHILLIDA, Einkatu II (Ausgleichen), Radierung, 1990, 21 x 28 cm, Auflage 23 / 50
EDUARDO CHILLIDA Mano Radierung 1992 EDUARDO CHILLIDA, Mano (Hand), Radierung, 1992, 13 x 11 cm, Auflage 20 / 50

Biographie EDUARDO CHILLIDA

EDUARDO CHILLIDA ist 1924 in San Sebastian im spanischen Baskenland geboren und dort 2002 verstorben. Das Architekturstudium, das CHILLIDA 1943 beginnt, bricht er aber bald wieder ab. Stattdessen schreibt er sich 1947 in der privaten Kunstakademie "Circulo de Bellas Artes" in Madrid ein und formt anfänglich vor allem in Gips und Ton. Bereits seine ersten Skulpturen werden von der Kritik wohlwollend beachtet. 1949 geht CHILLIDA nach Paris und beginnt dort mit der Arbeit an Eisenskulpturen. Zurück aus Paris geht er nach Hernani, realisiert dort 1950 seine abstrakte Skulptur "Ilarik", an der er bereits seine Auffassung von der plastischen Kunst, in der der Raum im Vordergrund steht, verwirklicht. Diese Auffassung von den Grenzen des Raumes durchdringt sein plastisches Werk, aber auch seine grafischen Arbeiten in den Folgejahren mehr und mehr.

EDUARDO CHILLIDA avanciert in den folgenden Jahren zu einem renommierten Bildhauer und Grafiker. Seine Arbeiten werden neben zahlreichen internationalen Ausstellungen auch auf mehreren documenta - Ausstellungen und Biennalen gezeigt. In Venedig wird EDUARDO CHILLIDA 1958 mit dem Großen Preis für Skulptur ausgezeichnet. Zwei Jahre später erhält er den Kandinsky-Preis. Das Guggenheim Museum widmet ihm 1980 eine Retrospektive in New York. EDUARDO CHILLIDA verbringt die letzten Jahre seines Schaffens in San Sebastián. Mit seinem Werk gehört CHILLIDA zu den bedeutendsten Bildhauern, der seine Objekte im konkreten Stil realisierte. Seine plastischen Kunstwerke zeichnen sich durch die homogene Materialität und die Unterteilung in Figurenformen aus.

EDUARDO CHILLIDA stirbt am 19. August 2002 in San Sebastián. EDUARDO CHILLIDA hat es geschafft, eine völlig eigenständige Formensprache zu entwickeln und gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer unserer Zeit. CHILLIDA arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien (Eisen, Stahl, Alabaster, Granit, Beton, Holz, Ton, Porzellan, Filz, Papier) und seine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Werkstoffen hat ein faszinierendes Werk entstehen lassen.

Der Raum ist das große Thema EDUARDO CHILLIDAs; der Raum und seine Metamorphosen, der leere Raum, der den Formen Gestalt gibt, sie zur Erscheinung bringt , aber vor allem der Raum, der der Materie innewohnt. CHILLIDAs Formen machen die Leere erfahrbar. Sie besitzt die gleiche reale Qualität wie die Materie selbst.

Die Papierarbeiten – Gravitationen, Zeichnungen, Collagen, druckgraphische Arbeiten – nehmen einen wichtigen und selbständigen Teil in CHILLIDAs Gesamtwerk ein. Sie folgen denselben Prinzipien wie seine Skulpturen: ein Erkennen und Vergegenwärtigen des Ungreifbaren zu fördern.

CHILLIDAs druckgraphische Arbeiten sind Meisterwerke zeitgenössischer Graphik. Sie sind zweidimensionale Umsetzungen des Generalthemas Raum. Jedes dieser Werke nimmt in der Gesamtheit eine eigene Funktion wahr. Die zweidimensionalen Oberflächen sind weder perspektivische Darstellungen noch Gleichnis für den dreidimensionalen Raum. Die Fläche tritt als zweidimensionales Äquivalent an die Seite des Raumes. Die Papierarbeiten sind eigenständige Werke und sind unabhängig von Vorlagen. Mit unerschöpflichem Einfallsreichtum und strenger Materialgerechtigkeit nutzt CHILLIDA die verschiedenen Techniken der Druckgraphik und deren unterschiedliche Eigenschaften. Es ist verblüffend, welch intensiv skulpturale Ausstrahlung schon kleine Prägedrucke haben und mit wie wenig Mitteln sich in diesen Werken imaginäre Räume öffnen lassen.